
Thoughts Shared by Gardeners
Your images are the starting point. Plunging into creative waters may feel a bit chaotic - but please trust that a common path will crystallize over the coming days and weeks. We are now collecting your ideas and thoughts, just to see where you currently are. Feel free to make a comment by clicking on the "My Comment" button in the upper right corner.
Eure Fotos sind der Ausgangspunkt. Hier findet ihr schon erste Gedanken und Beobachtungen. Dieser Kreativprozess mag chaotisch und unstrukturiert wirken - wir wollen aber einfach mal Gedanken und Eindrücke sammeln. Schauen, was da bei euch alles so ist. Gerne könnt ihr auch Kommentare schicken - klickt dafür einfach auf den "My Comment" Button rechts oben.

#1 Fluss des Lebens
Wohin die Reise, Fluss, der mich trägt?
Steigt mir das Wasser bis zum Hals --
Versinke ich in deiner Tiefe --
Reißt mich deine Strömung mit und
schleudert mich gegen die Felsen,
die meinen Tod bedeuten?
Wohin die Reise, frage ich,
als gebe es ein Ziel,
ein Ankommen,
so etwas wie eine Garantie.
Das Wasser steigt mir bis zum Hals --
Ich drohe in seiner Tiefe zu versinken.
Und erst da
als meine Füße den Boden verlieren --
beginne ich zu vertrauen.
Ich lasse mich tragen.
Vom Fluss des Lebens,
der so bedrohlich wirkt
und mich doch hält.
Mary Louve, 05.01.2026

The woods first taught my (childhood) ears that birds are felt in sound. I became a bird watcher only later in life -- inspired by their pleasant sound. The photos were taken by my wildlife camera on my terrace.


#1 Birds are felt through sound
Voice: AI-generated
Dürfen Angst und Vertrauen gleichzeitig existieren oder schließen sie einander aus?

We see a shift and subtle tension between childhood immediacy and adult intentionality - listening and looking.
What part of my original way of sensing the world still lives beneath how I observe it today?
This is my prototype bird feeder

#1 Dieser Hund wollte mich "umarmen". Es fühlte sich an, als würde sich ein großer Mensch mit all seinem Gewicht auf mich stürzen. Ich habe eigentlich Angst vor Hunden. Irgendwie hat die Begegnung mein Verhältnis zu Hunden verändert. Aber ich weiß noch nicht genau, was sich verändert hat. Es hat sich so "menschlich" angefühlt.
Fühlt es sich immer leicht an umarmt zu werden?

Being with Dogs (comment from a Gardener)

#1 The moment when something breaks. Something is not treated with care. This hurts. It feels raw, vulnerable.
We don’t know what breaks, who causes it, or how the hurt is expressed.
What part (of you) becomes visible when something is not handled with care?
#1 Beauty gives me comfort.

Wild beauty - how does it nourish my wish for adventure?
#1

Endlich eine Beziehung zu Menschen!
Was macht die Zugehörigkeit aus? Ist es das gemeinsame Interesse? Der Gleichklang? Verstanden zu werden? Gesehen zu werden? Oder ganz etwas anderes?

Wie äußert sich die "Eleganz"? Wofür steht der Hermelin-Mantel?


Thoughts of Gardeners inspired by Creativity Prompts #2 and #3

#2 I find it difficult to reflect on these questions. Not because they are unimportant, but because they require time - and time is hard to find. There is hardly a quiet moment; something else is always pressing, always intruding. Still, now I will try. I took this photograph in a museum a few weeks ago, and it invites me to ask: what is there, at the edge, that I cannot see? Looking out of that window feels like looking into a bright, sunlit reality. The gentle light that enters the room suggests that the world outside is an important sparring partner for me: present, challenging, alive. It is this warm, gentle touch of light that suddenly calms me. The green and golden tones of the interior affect me as well. They draw my attention and give me a sense of order: of moral aesthetics, of appropriateness, of things being as they should be.
What feels less honest to me in this image is the presence of the person. I do not quite know how this person fits into the atmosphere of the room. I cannot explain but something feels "wrong".
I see people in positions, rooms, and environments where they do not seem to belong. And I find myself wondering why they are there at all; how they arrived, and what or who allows them to stay.
The question that arises for me is this: "What determines belonging? Is it quiet alignment with a place, or the visible fact of occupying it?"
Das Licht draußen wirkt hell und freundlich, fast wie eine andere Wirklichkeit. Es fällt sanft in den Raum und beruhigt mich. Ich halte kurz inne. Die grünen und goldenen Farben des Raumes geben mir ein Gefühl von Ordnung und Stimmigkeit. Alles scheint einen Platz zu haben. Nur die Person im Raum fühlt sich für mich nicht ganz ehrlich an. Ich kann nicht genau sagen, warum. Es ist nur ein leises Unbehagen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Menschen in Räumen und Positionen sehe, in denen sie mir fremd erscheinen. Wie sie wohl dorthin gekommen sind? Und was bedeutet es irgendwo dazu zu gehören? Die Frage, die sich mir stellt: Woran erkenne ich, ob jemand – oder ich selbst – wirklich an einem Ort angekommen sind?

#2 Mein Foto zeigt eine Biene auf einer Blüte. Die Szene wirkt auf mich wie eine Selbstverständlichkeit. Ich muss hier nichts hinterfragen. Wenn ich meinen Blick jedoch auf den Rand des Bildes richte, sehe ich, dass selbst der kleinste Flügelschlag – wie der einer Biene, die sich sanft und strategisch einer Blüte annähert – die ganze Welt in Schwingung versetzt.
My photo shows a bee on a flower. It is a perfect scene. Looking towards the edge, however, I sense that even the smallest wingbeat, like that of a bee strategically approaching a blossoming flower, makes the whole world vibrate.
Wo spüre ich in meinem Körper, wie die kleinste Bewegung, die ich beobachte, in mir mitschwingt?
Click on images and text documents to enlarge them.
Du kannst alle Bilder und Texte vergrößern, klicke einfach drauf.


Was passiert, wenn wir das "Natürliche" und das "Künstliche" nebeneinander stehen lassen? Dürfen Zartheit und Bruch wahr sein?
Wo in mir darf etwas unvollständig, angeschnitten oder offen bleiben, ohne dass ich es reparieren muss?

Der vereiste Weg (#2 und #3)
Ein Weg, der vom Haus durch den Garten
auf die Straße hinabführt.
Spiegelglatt.
Schnee, Regen und Sturm haben alles verwandelt. --
Vertrautes erscheint märchenhaft,
der Weg wie ein vereister Bach.
Ihn hinaufzugehen --
ein unmögliches Unterfangen.
Aber mit dem Bob nach unten rutschen?
Wenn ich ein Kind wäre …
(Mary Louve, 15.01.2026)
Wenn Vertrautes märchenhaft erscheint, was passiert in diesem Moment mit mir?
If I step fully into this miniature Baroque garden, feeling the sunlight and mist, hearing the poetry in the air, what whispers, movements, or subtle joys emerge in me -- before any thought of effort or responsibility arises?


Plötzlich sind diejenigen groß im Bild, die fehlen. Was zeigt sich mir, wenn ich noch langsamer schaue und dem Fehlenden Raum gebe?
Wo neige ich dazu, Bedeutung zu erzeugen, um "Leere" zu füllen oder "Unsicherheit" zu kompensieren? Und was passiert, wenn ich die Deutung für einen Moment loslasse?
Für wen und wofür bin ich selbst sichtbar?
What begins to appear when I slow my looking and allow space for what is absent?
Mein Kommentar:
Liebe Christina, bei der Aufgabe bin ich zuerst auf inneren Widerstand gestoßen. (Übrigens ist „Über die Geduld“ von Rilke eines meiner Lieblingsgedichte.)
Dann hat es doch ein Bild gegeben, das mich gefesselt hat und ich konnte mich auf den zweiten Impuls einlassen. Mein Text hier ist das Ergebnis.
Ich hab mir heute die anderen Beiträge durchgelesen und finde inspirierend, wie andere an die Aufgaben herangehen. Ich finde es sehr schön, was da entsteht.
Danke für das schöne Feedback!

Mein Kommentar:
Heute im Park - ich dachte an das Gedicht: "Der vereiste Weg" und habe das Foto gemacht.

Further Thoughts of Gardeners inspired by Creativity Prompt #3 and #4
Please find all creativity prompts in "My Garden" or "Mein Garten". This is our community space - the space where we share our thoughts. I look forward to your insights and comments.
Du findest die Impulse in "My Garden" bzw. "Mein Garten". Im Community Space hier teilen wir die kuratierten Ergebnisse. Sende mir gerne deine Gedanken und Kommentare.
#3 Patterns that return in my images - I think it is always about compositions (of colours, of objects, of landscapes). I have seen that someone else here was talking about people. I realise I hardly ever find people in my photographs. Could it be that "my world" is a world without people? I'll need to dig deeper here.


#3 Ich frage mich, wie ich aus meinen "Mustern" aussteigen kann. Immer wieder lese ich, dass man mal andere Wege einschlagen soll, nicht immer dieselbe Strecke (zur Arbeit) wählen. Einfach mal die andere Straße nehmen. Und dann tut sich angeblich etwas (Neues). Das allerdings ist ein Muster, das mich stört. Weil ich es versucht habe. Und sich nichts verändert hat. Wieviel Geduld muss ich aufbringen?
#3 Talking about patterns and gardens... dieser wunderschöne Pfau ist mir heute "zufällig" über den Weg gelaufen. Da musste ich sofort an den Garten denken... Wie ist das bei euch anderen - glaubt ihr an "Zu-Fälle"?
This beautiful peacock came my way this afternoon. And I immediately thought of our Garden! Does anyone in here believe in coincidences?

#4 Ich habe Impuls 4 ausprobiert und einfach drauf los gezeichnet. Es gibt dazu ein ganzes Blatt, eine ganze Geschichte, aber ich möchte nur diese Figur mit den anderen teilen. Es ist mir schwer gefallen, einfach weiter zu machen und mich nicht zu "korrigieren". Ich bin mit dem gesamten Blatt nicht zufrieden. Wenn ich es betrachte, denke ich - vielleicht ist es Teil einer größeren Geschichte.
Wie fühlt es sich an, es einfach so "stehen zu lassen"?
My comment:
Seeing all the contributions in here, I like it that our ideas can grow instead of disappearing; this really resonates with me. It feels inspiring and inviting, like opening a garden gate to possibility rather than just marking days.
Thank you for your kind words!
#4
Der Fluss fragt nicht,
ob du bereit bist.
Er lädt dich ein.

Ich habe unlängst über die Biene und ihren Flügelschlag nachgedacht. Das ist übrigens das Foto, das ich am Handy gefunden und ausgewählt hatte.
Jetzt sollten wir etwas Neues ausprobieren, eine nicht perfekte Version zulassen. Ich tue mir damit sehr schwer. Wenn ich nochmals das Foto betrachte, sehe ich eigentlich nur Perfektion (nicht die Qualität des Fotos, aber die Komposition). Ich bin erstaunt darüber, wie "perfekt" sich uns die Natur in so vielen Momenten zeigt. Und sich dabei offenbar gar nicht unter Druck setzt.